Freitag, 27. Juli 2007

Fredericksburg, die eigentlich Dritte

Am Samstag Abend, nach der Schießerei, sind die Christina und ich auf die Night in Old Fredericksburg. Das ist ein typisch deutsches Fest in Fredericksburg. Zu seiner Verteidigung muss ich sagen, dass es tatsächlich etwas von einem klassischen Volksfest hatte. Die eine Band hat ordentliche Oompah (wie es hier heißt) Musik gespielt, die andere eher amerikanische Tanzmusik. Alle haben Polka getanzt. Und es gab ein paar sehr deutsche kleine Standln. Außerdem haben wir gleich ein paar Touris aus Deutschland kennen gelernt.
Das Zelt mit den vielen deutschen Fahnen:


Zügellose Polkatänzer/innen:

Der etwas andere Maibaum, mit Indianern und Gewehren:

Gebrannte Mandeln:

Hier etwas für den amerikanischen Gaumen:

Mit diesen beiden Herrschaften haben wir uns dann noch unterhalten. Beide sind Deutsche (er aus Bamberg und sie glaub ich irgendwo vom Bodensee), leben aber schon seit Jahrzehnten in Amerika. Sie ist nach 30 Jahren Florida nach Fredericksburg umgezogen. Also ein Beweis: vom einen Altenparadies ins nächste. Viele wollen in der kleinen Stadt ihren Lebensabend verbringen.
Beide haben sich nun auf Dirndl und Lederhosen und so häßliche Spitzenvorhänge (da waren sie ganz stolz drauf, wir fanden die grauenvoll) spezialisiert. Das Geschäft läuft wohl ganz gut. Vor allem die Kinderoutfits sind ein Dauerbrenner.

Zwischendurch haben wir einen kleinen Abstecher in den Lindenbaum gemacht. Eine von einer deutschen geführten Wirtschaft (kann man nicht anders sagen, kleine Höhle mit Teppich). Dort gibt es ganz typisches (natürlich) deutsches Essen. Die Speisen stehen sogar auf deutsch in der Karte.
Selbstverständlich gibt es ebenso deutsches Bier:

Christina hat sich den Schweinsi ausgesucht. Dazu gabs Blaukraut (passt nicht so 100%) und Kartoffeln in einer etwas merkwürdigen Bechamel Sauce. Es war schon lecker, aber das Fleisch war nicht im Ofen gemacht...

Und hier ich mit meinem Schnitzel (ohne Quickie). War auch total ok. Mit frittiertem (tief gefrittetem, wie Nathan immer sagt) Essen haben die Amis ja gar kein Problem. Anschließend haben wir uns noch einen Kuchen geteilt, der wirklich mal nicht sooo pappsüß war, wie die anderen Kuchen mit diesen schrecklichen Zuckerglasuren...


Servus mitanand
Mariandl

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