Ganz nach amerikanischem Brauch haben sich der Nathan und ich letzte Woche zu einem abenteuerlichen Road Trip aufgemacht.
Ziel war NEW MEXICO!
Damit keine Verwechslungen aufkommen, könnt ihr euch die Karte unten anschauen (draufklicken). Hauptstadt ist Santa Fe, Einwohner im Staat 1,8 Mio.

Der Nathan musste beruflich nach Carlsbad. Deswegen sind wir unter der Woche los und deswegen war auch die Christina leider nicht mit von der Partie. Und der Nathan hatte so wenigstens auch ein bisschen Unterhaltung unterwegs.
Los gings! Die Roadtripper:


Endlich aus Austin raus, wurds schon richtig ländlich. Die Orte auf dem Weg sind typische Fliegenschisse auf der Karte. Nur Tankstellen, Motels und Fastfoodketten entlang einer einzigen, relativ viel befahrenen Straße. Nicht idyllisch!

Natürlich haben wir uns für die schönen Routen entschieden und von daher waren wir auch nicht die Schnellsten.
Die Landschaft war dafür traumhaft!

Die Bilder sprechen für sich:



Ich bin natürlich auch mal gefahren.

Nathan beim Kaktusklau (für seinen eigenen Garten immer auf der Suche nach Grünzeug).

Es wurde immer hügeliger. Hier die Apache Mountains. Die Gegend war früher Indianerterritorium.

Und schließlich kamen wir nach ca. 7 Stunden zum Guadalupe Mountains National Park.

(Auch) Hier heißt der höchste Berg El Capitan.

Den Park wollten wir uns natürlich etwas genauer anschauen- zumindest ausschnittsweise und sind erst mal zum Informationszentrum getingelt.

Dort wurden wir natürlich auf ALLE möglichen Gefahren hingewiesen. Achtung Achtung vor wilden Pumas (und natürlich sind wir keinem begegnet, schade eigentlich).

Mit Wasser bewaffnet und festem Schuhwerk (ähhhhm???) gehts auffi!

2 1/2 Stunden sind wir insgesamt durch den Park gehikt. Sehr toll. Viele bunte Blumen, obwohl ja sehr trocken dort.



Insgesamt eine aber doch überraschenderweise sehr abwechslungsreiche Vegetation:


Nach dem Pfad durch sonnige Kakteenfelder standen wir mitten in einer Laubbaumoase.

Und wieder raus in die Sonne...

Geologen hätten hier eine Freude!

Baumfreunde auch! Nathan, der Baumexperte , schnuckelt hier gerade mit einer Texan Madrone.

Kleine Schluchten...


Kühle Quellen.

Krumme Bäume.

Riesige Felsen, die aus dem Weg geräumt werden mussten.

Und zum Schluss des Trails ein kleiner Teich.

Wahnsinns-Panorama!

Wir zwei Hiker:

Nach unserem Ausflug mussten wir aber endlich in Richtung Carlsbad. Also ab nach:

Und hier sind wir dann auch in der:
(Texas ist nämlich Central Time, also haben wir eine Stunde gewonnen! Juchu!)

Nach einem Diner-Besuch in der WELTSTADT Carlsbad (ähhhh NOT) und einer Übernachtung in einem kuriosen "Resort" (ayayay hat sich der Nathan über das Preis-Leistungs-Verhältnis beschwert! War fast schon ne Tourifalle), haben wir uns dann aber am nächsten Tag wenigstens das Highlight von Carlsbad angeschaut- die CARLSBAD CAVERNS.

Dieses riesige Höhlensystem ist ebenfalls ein Nationalpark. Wir waren verwundert, welchen Einzugsbereich die Höhlen haben. Wir haben Autokennzeichen mind. 15 verschiedenen Staaten auf dem Parkplatz gesehen (von Washington State über Kalifornien alles dabei). Und wir haben sogar eine schweizerische Familie beim Nutellabrot-Schmieren belauscht! (Ich dachte nicht, dass New Mexico ein solche touristische Destination ist.)
Also rein in die Höhle.
Am Anfang fliegen noch Schwalben rum, dann sinds Fledermäuse.

Es ging ungefähr 1,5 Meilen abwärts ins Erdinnere. Nichts für klaustrophobisch veranlagte Menschen. Aber auch nichts für Asthmatiker. Die Luftfeuchtigkeit beträgt um die 95% (welche Wohltat für meine Nebenhöhlen), bei konstanten 14 Grad C. Ah, endlich mal wieder ein bisschen Kühle! Übrigens: die Caverns sind die einzigen Höhlen, die über eine KLIMAANLAGE verfügen. Crazy!

Stalagmiten und Stalagtiten...

Nach über einer Stunde haben wir uns dann für entschlossen mit dem Aufzug wieder den Rücktritt anzutreten. Man hätte noch mehrere Stunden weiterwandern können (das Höhlensystem ist riesig). Aber wir waren dann doch der Meinung: kennst Du eine, kennst Du alle (oje, Höhlenliebhaber sind jetzt bestimmt geschockt).
Aber wir waren dann doch ganz froh, wieder Über-Tage zu sein und die Aussicht zu genießen.

Und dann haben wir uns schon wieder aufgemacht zurück nach

OHNE KOMMENTAR:

Wir haben uns ja schon gefragt, wer diese Schilder macht. Und wer genau ist jetzt stolz?

Die lange Rückfahrt (7,5 Stunden schneller Weg nach Austin) hat uns mit ein paar tollen Roadtrip- Schmankerln belohnt:

Und was ist besser als ein Regenbogen?
(2)

What a picturesque dusk and sundown!




Der 2-Tages Road Trip hat sich wie ein 4 tägiger Ausflug angefühlt! So viel Erleben in so kurzer Zeit. Und sooo viel Autofahren. Tja, bin halt Europäer und die Dimensionen nicht gewöhnt.
Liebe Grüße
Marion (und Nathan)
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